Datenschutz im Zeitalter von Augmented Reality, Gesichtserkennung und Facebook

6. August 2011

Auf der Black Hat Technical Security Conference haben Alessandro Acquisiti, Ralph Gross und Fred Stutzmann am 4. August 2011 eine Präsentation über Datenschutz im Zeitalter von Facebook, Gesichtserkennung und Augmented Reality gehalten. Der vorläufige Entwurf der Präsentation ist hier als PDF verfügbar.

Den Einstieg bildet eine Übersicht der Aktivitäten von Google (Kauf von Neven Vision, Riya und PittPat und Implementierung von Gesichtserkennung in Picasa), Facebook (Lizensierung von Face.com zum Automatischen Tagging von Bildern) und Apple (Kauf von PolarRose).

Danach wird von den Forschern der Carnegie Mellon University auf die Konvergenz und Weiterentwicklung verschiedener Technologien eingeangen, wie z.B. Profile in Social Networks, verbesserte Erkennungsraten bei der Gesichtserkennung, verbesserte Data Mining Möglichkeiten, Cloud Computing und Ubiqitious Computing.

Im Ergebnis dieser Technologiekonvergenz könnte die Democratization of surveillance , also die „Demokratisierung der Überwachung“ durch jedermann entstehen, wenn alle on- und offline Gesichtserkennung betreiben können. In dem PDF werden ferner verschiedene Experimente und Research-Ergebnisse des Forschungsteams vorgestellt, die gleichermaßen faszinierend und beängstigend sind. Sie zeigen, wie sich Datenschutz im Zeitalter von Augmented Reality signifikant verändern wird – an diese Präsentation kommt man nicht vorbei, wenn man sich im Detail mit dem Thema beschäftigen möchte.

Quelle: Faces of Facebook: Privacy in the Age of Augmented Reality

Weitere Artikel zum Thema:

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Augmented Reality, Geotagging & Datenschutz

19. September 2010

Augmented Reality & Geotagging werden in Zukunft sicher noch öfter im Zusammenhang mit Datenschutz-Aspekten genannt werden. So beschäftigt sich auch ein Beitrag im „The Sydney Morning Herald“ mit Augmented Reality und möglichen Datenschutzproblemen.

Dieser Artikel inspirierte auch mich zu der Frage, welche Möglichkeiten sich ergeben würden, wenn Gesichtserkennung mit Geotagging und öffentlich verfügbaren Bildern sowie weiteren Informationen aus verschiedenen Datenbanken in einer neuen Augmented Reality Anwendung verschmelzen würden.

In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals auf das Video von TAT augmented ID verweisen (siehe Artikel Augmented Reality: Paid Content vom 03.08.2010), das mögliche Potentiale im Zusammenhang mit Social Networks verdeutlicht.

Mit einer neuen App der Commonwealth Bank in Australien ist es möglich, von 95% der Wohnungsimmobilien in Australien aktuelle und historische Preise per Augmented Reality App im iPhone anzuzeigen, sobald man sich vor der entsprechenden Immobilie befindet.

Die Gesichtserkennung hat in den letzten Jahren schon deutliche Fortschritte erzielt – das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt beschäftigt sich z.B. mit der Untersuchung von Gesichtserkennungssystemen

Nachfolgend ein Video einer Master Thesis von Mai 2010, die sich mit tragbarer Gesichtserkennung und Augmented Reality beschäftigt.

Würde man im nächsten logischen Schritt Informationen wie z.B. Immobilienpreise mit (funktionierender) 3D-Gesichtserkennung, Informationen aus Social Networks und Geotagging verbinden, würden die aktuellen Diskussionen um Google Street View im Rückblick geradezu lächerlich wirken. Dem Datenschutz stünden neue Herausforderungen bevor und dem Augmented Reality Marketing neue Möglichkeiten.

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